KAMELE UND KOKOSNÜSSE IN BROOME

Urlaubsfeeling in Broome

Nach zwei Tagen Aufenthalt in Port Headland machen wir uns gemeinsam mit unseren Travelmates auf den Weg nach Broome. Mir geht es nach den Strapazen der letzten Tage wieder besser und so fahren wir mit drei Autos im Konvoi durchs Nichts. Gelegentlich kommt uns ein Roadtrain entgegen. Erstes Etappenziel ist Broome, eine beliebte kleine Küstenstadt im Norden. Aber die Fahrt in die Stadt der Kamele soll mal wieder alles andere als einfach werden.

Outback Feeling

Weil wir durch die langen Fahrten etwas unter Reisemüdigkeit leiden, suchen wir schon nach 2 Stunden Autofahrt nach einem Campingplatz. Wir finden eine kleine Lichtung im Busch, ca. 200 Meter vom Highway entfernt. Es ist die einzige Schlafmöglichkeit in der Umgebung, tote Kuh inklusive. Ja, du hast richtig gelesen. Mehr Outback-Feeling geht nicht. Wärend wir Mädels uns darum kümmern, das arme Tier halbwegs mit Palmenblättern zu bedecken, packen die Jungs das Bier aus. Es wird ein feucht-fröhlicher Abend am Lagerfeuer. Die Kuh gerät irgendwann (gott sei Dank) in Vergessenheit.

Am nächsten Morgen fahren wir mit unseren Autos auf den 90 Mile Beach, dem längsten Strand Western Australiens, der befahren werden kann. Wir verbringen einige Stunden dort, spielen Frisbee, brutzeln in der Sonne und essen Pancakes. Anfänglich ein schöner Tag, der gegen Nachmittag jedoch eine unerwartete Wendung nimmt.

Das Auto am 90 Mile Beach
Das Auto am 90 Mile Beach

Wärend ich gerade am Strand nach seltenen Muscheln suche muss sich Peter in den Schatten setzen. Anfangs gehen wir von einem Sonnenstich aus, es wird allerdings schon nach wenigen Minuten so schlimm, dass wir beschließen schonmal vorzufahren. Wir machen mit unseren Freunden einen Treffpunkt aus und machen uns auf den Weg. Wie auch bei mir vor einigen Tagen müssen wir nun ständig anhalten. Für eine Strecke von knapp 30 Kilometern brauche ich fast eine ganze Stunde, weshalb ich kurzerhand an einem Roadhouse stoppe und uns für eine Nacht dort einbuche. Zum abgemachten Treffpunkt schaffen wir es leider nicht und so sehen wir unsere Travelmates erst einige Tage später wieder.
Am nächsten Morgen ist der Sonnenstich überwunden und wir nutzen den Tag, um bis nach Broome durchzufahren.

Sonnenuntergang in Broome

Welcome to Broome

Hier warten Kokosnüsse, Palmen und Kamele am Strand. Wir fühlen uns wie im Paradies! Seit Perth haben wir nun bereits rund 2200 Kilometer zurück gelegt. Wir finden über Couchsurfing eine kostenlose Unterkunft bei Ian, der in Broome den absolut australischen Traum lebt. Seine Einstellung zum Leben und Blick für die wichtigen Dinge führt er uns in langen abendlichen Gesprächen auf und hinterlässt damit einen bleibenden Eindruck. Wir fühlen uns sehr willkommen und es kommt zum ersten mal richtiges Urlaubsfeeling auf.

Ians kleines eigenes Paradies
Ians kleines eigenes Paradies
Palmen im Garten
Palmen im Garten

Broome ist besonders für seine Kamele bekannt. Zum Sonnenuntergang kann man sie am berühmten Cable Beach beobachten und wunderschöne Fotos schießen. Für viel Geld kann man diese auch in einer Tour reiten. Weil die Kamele aber nicht naturgemäß zu Australien gehören und wir das ganze nicht unterstützen möchten, genügen wir uns mit dem Anblick von unten und machen ein paar tolle Fotos.

Kamele in Broome
Die Siluetten sehen wunderschön aus

Weiterziehen

Einige hundert Kilometer hinter Broome beginnt die Gibb River Road. Die 660 Km lange Strecke gilt als DAS Offroad-Abenteuer schlechthin.
Aufgrund der Tatsache, dass unser Auto damals in Perth von dem Mechaniker so schlecht geredet wurde, wollten wir die Gibb River Road eigentlich umfahren. Unser Gastgeber Ian ist allerdigs bekennender Offroad-Fahrer und Gibb-River-Profi. Er erklärt uns, worauf wir achten müssen und nimmt uns die Angst.

Wir haben in Ians Bus übernachtet
In diesem Bus haben wir übernachtet
Innenraum des Busses
Der Innenraum des Busses

So brechen wir nach drei wundervollen Tagen im Paradies Broome zum Abenteuer Gibb River Road auf, wo wir auch wieder auf unsere Freunde treffen.

Posted on: 7. September 2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.