ES KOMMT ZUM ENDE – GOODBYE NEW ZEALAND

Goodbye New Zealand!

Wir sind das einzige Auto auf dem Parkplatz am Fuße des Mount Taranaki. Es ist 8 Uhr am morgen und hinter uns liegt eine anstrengende Nacht, die von Sturm und Starkregen begleitet wurde. Der Regen ergießt sich wie schon Tage zuvor weiterhin über das Land, eine Besserung ist nicht in Sicht. Im Infocenter des Taranki brennt Licht, es ist geöffnet. Eine kleine Glocke an der Tür bimmelt, als wir eintreten. Die beiden Mitarbeiter scheinen heute nicht mit Gästen gerechnet zu haben. Sie nehmen uns jegliche Hoffung auf eine Bergbesteigung in den nächsten Tagen. Das Wetter sei einfach zu schlecht. Also beschließen wir schweren Herzens weiterzuziehen und verlassen den Berg, ohne diesen jemals gesehen zu haben.

Wir fahren nun also wieder in Richtung Norden, die letzten Tage unseres Neuseeland-Abenteuers sind angebrochen. Wärend Peter fährt suche ich im Internet nach einem Touranbieter, der Führungen durch die berühmten Glühwürmchen-Höhlen in Waitomo anbietet. Bei Spellbound finde ich sogar noch eine günstige Tour für den gleichen Tag.

Privattour in Waitomo

Normalerweise werden die Touren in Gruppen mit bis zu 15 Leuten angeboten. Wir haben Glück und bekommen eine Privatführung von einem waschechten Maori, der in Waitomo geboren und aufgewachsen ist. Auf dem Weg zu den Caves erzählt er uns von seiner Kindheit und den regelmäßigen Erdbeben in der Umgebung, durch die diese Höhlen überhaupt erst entstehen. Er erklärt uns auch, woran man einen Erdrutsch erkennt, der schon Jahrhunderte her ist. Als wir am Cave ankommen hört es endlich auf zu regnen.

Ist denn das zu glauben?

Im Inneren der Höhle machen wir eine kleine Bootstour durchs Dunkle. Tausende funkelnde Glühwürmchen zieren den „Himmel“ über uns, man hat uns wirklich nicht zu viel versprochen. Leider bekomme ich es einfach nicht hin, ein ordentliches Foto zu machen.

Der Eingang liegt etwas versteckt auf dem Gelände einer Farm
Eingang der Höhle
Nur ein einziges Foto kann man gebrauchen
Das einzig brauchbare Foto

Am Abend übernachten wir auf einem Campingplatz ganz in der Nähe. Naja, eher auf einem überfüllten Parkplatz, der zu einem Restaurant gehört. Dort schlagen wir uns noch bei einem (super teurem) Abend-Buffet die Bäuche voll, bevor es dann ins Bett geht.

Eine letzte Fahrt

Der eigentliche Plan ist, direkt von Waitomo über Auckland bis hoch an die nördlichste Spitze Neuseelands zu fahren. Doch es ist ein Rennen gegen die Zeit, das wir nicht gewinnen können. Gegen Sonnenuntergang haben wir erst die Hälfte der geplanten Strecke hinter uns. Von hier aus wären es immernoch über drei Stunden Autofahrt, da wir Campervan Ernie aber schon am nächsten Tag zurück nach Auckland bringen müssen, geben wir es auf. Whangarei heißt der Ort, an dem wir unseren letzten Abend im Van verbringen werden.

ein letztes mal Strand
Wir machen einen Zwischenstopp am Strand
Auch Neuseeland hat schöne Strände
Auch Neuseeland hat schöne Strände

Am nächsten Morgen machen wir uns allerdings nicht sofort auf den Rückweg. Die Fahrt soll nicht umsonst gewesen sein. Der Mount Manaia liegt unweit entfernt auf einer Landzunge und wartet darauf, uns zum schwitzen zu bringen. So kommen wir doch noch zu einer (mini) Bergbesteigung, wobei es sich in diesem Fall eher um eine Fitness-Probe handelt. 1225 Treppenstufen zähle ich, bis wir die Spitze erreichen. Der Wind pfeifft uns so heftig um die Ohren, dass wir die Aussicht leider nicht wirklich genießen können. Bei schönerem Wetter wäre das mit Sicherheit ein Highlight gewesen.

Tolle Aussicht vom Mount Manaia
Die Aussicht von Mount Manaia
Aber kalt war es

Noch am selben Tag kommen wir gegen Abend in Auckland an und nehmen Abschied von Ernie. Um uns von den Gedanken der Heimreise abzulenken betreiben wir noch etwas Sightseeing. Mit dem Bus fahren wir auf den Mount Eden, der eine fantastische Aussicht auf Auckland bietet. Hier war einst ein riesiger Krater, der mitlerweile zugewachsen ist.

Der Krater ist mit grünem Gras zugewachsen
Der Krater von Mount Eden
Aussicht über Auckland
Aussicht über Auckland
Das Ende einer langen Reise…

Die darauffolgenden Tage verbringen wir nochmal in Sydney, bevor wir dann entgültig in den Flieger nach Deutschland steigen. Wir verbringen viel Zeit mit unseren Travelmates Jule und Malte, die mitlerweile auch in der Stadt angekommen sind. Auch Alex, den wir rund ein halbes Jahr vorher schon in Melbourne kennen lernten, kommt zum Abschied vorbei. Es ist ein seltsames Gefühl, jene Menschen zu verlassen, die man so sehr ins Herz geschlossen hat.

Danke für die geile Zeit!
Danke für die geile Zeit!

Und so steigen wir schweren Herzens am 28.08. um 20:55 Uhr in das Flugzeug nach Deutschland und sehen Australien ein letztes mal unter uns hinwegschweben.

Posted on: 31. März 2019

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