ROADTRIP OSTKÜSTE: HIGHLIGHTS SYDNEY – BRISBANE

VORWORT. Bevor wir unseren ersten Roadtrip unseres Lebens – entlang Australien´s Ostküste – wagten, suchten wir wie wahrscheinlich viele Andere schon vor uns nach besonderen Haltepunkten im Internet. Wir durchforsteten hunderte Blogs, Websites und Youtubechannels, aber so richtig fündig wurden wir nicht. Deswegen haben wir uns nun dazu entschlossen eine Rubrik auf unserem Blog zu eröffnen, in der es speziell um unsere Reiserouten und deren Highlights geht. Wir erzählen dir, an welchen Punkten wir auf unserem Roadtrip hielten, geben dir Tipps und sagen dir unsere Meinung – ehrlich und direkt – damit du deinen eigenen Roadtrip entspannt planen kannst. Nach und nach werden wir diese Rubrik um weitere Strecken erweitern. Wir beginnen heute mit den Highlights der Strecke von Sydney-Brisbane.

Roadtrip Start: Von Sydney nach Newcastle

Wir starteten mit unserem frisch gekauften und voll ausgestattetem Backpacker-Auto von unserem Hostel in Sydney Richtung Norden. Über den Motorway One fuhren wir die ersten paar hundert Kilometer durch Central Coast nach Newcastle. Wir hatten beide Städte vorher schonmal „irgendwo gehört“ und dachten deswegen, dass ein Stop dort vielleicht nicht schlecht wäre. Zugegeben, durch Central Coast sind wir nur durchgefahren. Hätten wir etwas Cooles entdeckt, hätten wir sicherlich angehalten. Den ersten Halt machten wir dann in Newcastle. Wir liefen den Strandabschnitt einmal hinauf, machten ein Foto und beschlossen, weiter zu fahren. Fazit: wenn man viel Zeit hat, kann man hier durchaus anhalten. Mehrere Tage würden wir nicht dort verbringen. Man verpasst allerdings auch nichts, wenn man aufgrund von Zeitmangels auf einen Zwischenstop verzichtet. Das hätten wir gerne vorher gewusst.

Der Strand von Newcastle war einer unserer ersten Stops auf unserem Roadtrips von Sydney nach Brisbane
Der Strand von Newcastle war einer unserer ersten Stops auf unserem Roadtrip von Sydney nach Brisbane.

Übernachtung im kostenlosen Camp Johns River mit free WiFi

Wikicamps sei Dank verbrachten wir die erste Nacht im eigenen Auto auf dem freien Campingplatz „Johns River“. Die App versprach saubere Toiletten, einen Pub und kostenloses WLAN. Das klang so verlockend, dass wir den Spot für unsere erste Übernachtung anpeilten und waren sehr überrascht, als wir tatsächlich all das auch vorfanden. Wir können nur empfehlen, dort eine Nacht zu verbringen und einen Abstecher zum Pub zu machen. Wir finden es klasse, dass es sowas gibt.

Pelikane in Port Macquarie

Zugegeben, bei unserem ersten Halt in Port Macquarie waren wir nicht so begeistert. Ursprünglich hatten wir die kleine Ferienstadt auch gar nicht auf dem Radar – wir wollten lediglich einen kurzen Zwischenstop bei Kmart einlegen, weil uns nach dem zweiten Tag erst auffiel, dass unsere „voll ausgestattete“ Karre doch gar nicht so „voll“ ausgestattet war und wir noch ein paar Dinge benötigten.
Beim Zweiten Stop auf dem Rückweg allerdings gefiel uns Port Macquarie dann doch sehr. So genau wissen wir eigentlich gar nicht, warum wir noch einmal dort hielten, obwohl uns die Stadt doch beim ersten Besuch nicht überzeugte. Vielleicht wollten wir ihr instinktiv eine zweite Chance geben.
Und die hat sie auch verdient! Es gibt einen wunderschönen Strandabschnitt, einen kleinen Hafen und wenn man Glück hat, kann man an diesem auch Pelikane sehen.

Beim zweiten Roadtrip stoppten wir noch einmal und fanden die Stadt doch ganz schoen.
Port Macquarie fanden wir erst beim zweiten Besuch so richtig schön.

Nambucca Heads und Coffs Harbour

Auf der Suche nach einem Schlafplatz für die zweite Nacht peilten wir den wunderschönen Shelly Beach in Nambucca Heads an. Nachdem wir unser Essen direkt am Strand zubereitet haben, war uns die ganze Sache gerade wegen den sehr offensichtlich platzierten „No Camping“ Schildern dann doch etwas zu gewagt. Wir fuhren noch ein gutes Stück weiter und landeten letztendlich in Coffs Harbour. Dort standen zumindest keine Schilder, die das Camping verbieten und wir waren sogar noch ein bisschen näher am Wasser. So wachten wir am nächsten Morgen das erste Mal in unserem Leben mit Blick zum Sonnenaufgang über dem Ozean auf. Es war fantastisch!

Einen wunderschönen Aussichtspunkt zum Mittagessen findet man in Nambucca Heads
Ein wunderschöner Aussichtspunkt zum Mittagessen
Der Shelly Beach in Nambucca ist ebenfalls wunderschön. Allerdings konnten wir zu dem Zeitpunkt nicht ins Wasser - Viele kleine Bluebottles (Quallen) tümmelten sich am Stand.
Der Shelly Beach in Nambucca ist ebenfalls wunderschön. Allerdings konnten wir zu dem Zeitpunkt nicht ins Wasser – Viele kleine Bluebottles (Quallen) tümmelten sich am Stand.
Sonnenaufgang in Coffs Harbour
Den bisher schönsten Sonnenaufgang unserer Reise sahen wir direkt am Strand von Coffs Harbour.

Surfen in Byron Bay

Ein unglaubliches Surferparadies mit vielen kleinen bunten Läden, bei dem Freunde des Wassersports vollkommen auf ihre Kosten kommen. Wir haben uns einen Besuch dort natürlich auch nicht entgehen lassen und waren von dem Ort mehr als begeistert. Dort gibt es reihenweise Surfschulen, die dir das Surfen auf dem Brett von Grund auf beibringen. Wir haben uns für einen 4 Stunden-Kurs der Surfschule „Soul“ entschieden und haben es nicht bereut. Am Ende des Kurses konnten wir zumindest schonmal auf den Brettern stehen.
Kostenlose Schlaf- oder Campingmöglichkeiten haben wir in Byron Bay selbst leider nicht finden können. Wir sind für 2 Nächte auf einen dreißig Minuten entfernten (sehr überfüllten) Rastplatz am Highway ausgewichen. Da uns das auf Dauer zu doof war, setzten wir unseren Roadtrip am dritten Tag fort.

Wunderschöner Leuchtturm
In Byron Bay befindet sich ausserdem der östlichste Punkt Australiens. Um dort hin zu kommen, muss man vorher an diesem wunderschönen Leuchtturm vorbei.
Ausblick über den Strand von Byron Bay
Die Wellen am Strand von Byron Bay eignen sich bestens für Anfänger – aber auch Profis kommen hier voll auf ihre Kosten. Mit etwas Glück sieht man auch Delfine im Wasser.

Wallabies im Lamington Nationalpark

Etwa 2 Stunden Autofahrt über eine sehr bergige und schwindelerregende Straße entfernt liegt wohl einer der schönsten Nationalparks der Ostküste. Mitten im Regenwald des Lamington Nationalparks kann man für 6 Dollar die Nacht zwischen Papageien, Wombats und Wallabies campen. Der Park hat extrem viele wunderschöne Wasserfälle. Ein Abstecher dorthin lohnt sich auf jeden Fall! Warum für uns der Besuch des Parks Himmel und Hölle gleichzeitig war, erfährst du in diesem Artikel.

Natur Pur! Wasserfälle hat der Nationalpark mitten im Regenwald wie Sand am Meer.
Natur Pur! Wasserfälle hat der Nationalpark mitten im Regenwald wie Sand am Meer.
voegel fressen aus der hand
Wir waren ganz überrascht, wie zutraulich die Tiere dort waren. Ein Vogel flog Jessy sogar auf den Kopf.

Gold Coast

Vom Lamington Nationalpark fuhren wir weiter nach Gold Coast, um die riesigen Wolkenkratzer direkt am Strand zu sehen. Die Stadt hat einen wirklich sehr langen Strand, an dem man sich die Füße wund laufen kann. Ein schöner Anblick, ein tolles Foto, aber das war es dann auch schon. Viel mehr hat die Stadt an der Ostküste für uns nicht wirklich zu bieten. Vor Allem, weil es dort keine kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten gab, setzten wir unseren Roadtrip direkt am nächsten Morgen fort richtung Surfers Paradise.

Skyline der Gold Coast
Die Skyline der Gold Coast sieht beeindruckend aus.

Surfers Paradise – wirklich ein Paradies für Surfer?

Zumindest in der Stadt ist der Name Programm. Surfers Paradise ist sehr touristisch angelegt und verliert dadurch ein wenig den australischen Charme. Surfen konnte man hier (zumindest zu dem Zeitpunkt, als wir da waren) allerdings nicht so gut, wie der Name versprach. Da war Byron Bay wirklich um einige Male besser!

Koalas und Lagunen auf North Stradbroke Island

Direkt vor Brisbane befindet sich eine kleine Insel, welche von den Locals liebevoll „Straddie“ genannt wird. Diesen Tipp bekamen auch wir einst von einer Bloggerin auf Instagram und können dir diesen wärmstens weitergeben. Man kann die Insel entweder mit dem eigenen Auto, aber auch zufuß erkunden. Wir haben uns für Letzteres entschieden und unser Auto in Brisbane stehen gelassen. Es gibt auch die Möglichkeit, auf einem der vielen Campingplätzen gegen Gebühr zu übernachten. Die Insel ist wirklich wunderschön, es gibt viele Strände mit klarem, blauen Wasser – aber unser absolutes Highlight war ein Koala in freier Wildbahn!

Ein Koala sitzt auf dem Baum
Diesen kleinen Freund hier fanden wir bei unserem Spaziergang über die Insel.
Blaues Wasser auf Straddie
Wunderschöne Buchten, klares blaues Wasser. Willkommen auf „Straddie“, wie die Australier die Insel liebevoll nennen.

Und dann kam Brisbane

Nach nur ca. 1,5 Wochen strandeten wir mit unserem Auto in Brisbane. Eigentlich hatten wir für den Roadtrip mehr Zeit eingeplant, die brauchten wir wohl aber nicht, da wir lediglich in Byron Bay und dem Lamington Nationalpark mehrere Nächte verbrachten.
Man kann sich durchaus mehr Zeit lassen und länger an einigen Orten verweilen. Unsere Zusammenfassung dient nur als Hilfestellung und ist in keinster Weise in Stein gemeiselt – denn hey, vielleicht bist du ja beispielsweise von der Gold Coast total begeistert ;-).

Posted on: 11. April 2018

1 Gedanke zu “ROADTRIP OSTKÜSTE: HIGHLIGHTS SYDNEY – BRISBANE

  1. Guten Morgen ihr Lieben, herzlichen Dank für euren wunderschönen Beitrag. Ich bin immer wieder total begeistert von euch zu lesen und zu sehen. Dies lässt mich an eurer Reise ein stückweit teilnehmen. Bis bald und weiterhin viel Freude und für uns weitere Berichte mit bildern😋
    Ganz liebe Grüße. Ute

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.