SO BEKOMMST DU GARANTIERT ARBEIT IN AUSTRALIEN!

Ob als Erdbeer-Pflücker, Tracktorfahrer oder Schreiner – in Down Under stehen dir in punkto Arbeit alle Türen offen. Wir werden oft gefragt, wie wir denn an unsere Job´s gekommen sind, was man beachten soll und beantworten dir in diesem Beitrag alles was du wissen musst.

Unser erster Farm-Job war auf einer Gemüse-Farm in Queensland.

SO KOMMST DU AN ARBEIT

Es gibt verschiedene Wege, an gute Arbeit zu kommen. Wir haben überwiegend Gumtree verwendet und sind persönlich bei den Farmen vorbei gefahren. Auch ein Blick in die Facebook-Gruppen, Backpackerjobboard.com und Wikifarms kann sich lohnen. Tipp: rufe lieber an oder fahre persönlich vorbei. E-mails bekommen die Arbeitgeber täglich wie Sand am Meer und beantworten diese selten.

BEZAHLUNG

Unserer Erfahrung nach ist es empfehlenswert, sich einen Job zu suchen, bei dem dich der Arbeitgeber stündlich bezahlt. Arbeit auf einer Farm, die nach Stunde bezahlt wird, gibt es nicht so häufig. Gerne bezahlen Farmer ihre Angestellten hier nach Leistung. So bekommt man zum Beispiel beim Fruitpicking pro gesammelten Eimer 5 australische Dollar. Wenn man gut und schnell ist, kann man damit durchaus sehr viel Geld verdienen, allerdings ist oft eher das Gegenteil der Fall. Farmer machen dies aus einem einfachen Grund: in Australien gilt bei stündlicher Bezahlung der Mindestlohn von 18.29 Dollar. Rechnet man also die 5 Dollar pro Eimer in den Stundenlohn um, müsste man pro Stunde 3,5 Eimer vollmachen um diesen überhaupt erreichen zu können.

UNTERKUNFT

Viele Farmen bieten dir für deine Arbeit eine Unterkunft an. Auch hier gibt es große Unterschiede und Preisschwankungen bei der Miete. Während manche Arbeitgeber dich komplett umsonst bei ihnen wohnen lassen, so muss man bei manch Anderen eine Menge Geld bezahlen, die meist direkt vom Lohn abgezogen wird. Auch gibt es sogenannte Working Hostels, die einen an einen Arbeitgeber vermitteln. Im Gegenzug musst du dort wöchentlich deine Miete zahlen, dazu gleich mehr.

Unsere Unterkunft auf einer Diary-Farm.

WORKING HOSTELS

Sollte man wirklich einmal Probleme haben Arbeit zu finden, besteht die Möglichkeit in ein Working Hostel zu gehen. Aber aufgepasst! Viele Hostelbetreiber versprechen sofort verfügbare Arbeit, haben aber gar keine, sodass du zwar gezwungen bist deine Miete zu zahlen, aber jeden Tag auf den nächsten vertröstet wirst. Sollte das einmal passieren, nimm deine Beine in die Hand und lauf! Hier wird es auch in den nächsten Tagen nichts zu tun geben. Unserer Erfahrung nach sind gerade die Hostels in Mildura und Bundaberg dafür bekannt – ohne Namen zu nennen.

FRUITPICKING ODER PACKING?

Wir haben beides gemacht und können ganz klar sagen: Packing! Beim Fruit-Picking bist du den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt, machst deinen Rücken kaputt und bekommst je nach Frucht als Dank auch noch eine allergische Reaktion oben drauf (der Saft der Mango ist dafür zum Beispiel sehr bekannt). Beim Packing wirst du meist nach Stunde bezahlt, bist (oft) im Schatten und kannst Wetter-Unabhängig arbeiten, was für das „schnelle Geld“ sehr gut ist. Beim Picking kann es nämlich durchaus vorkommen, dass man drei Tage lang keine Arbeit hat, weil es durchgehend regnet.

Der Abend vor der ersten Schicht als Erdbeerpflücker. Da ahnten wir noch nichts.

FARMWORK FÜR DAS SECOND YEAR VISA

Um ein Second Year Visa beantragen zu können, musst du vorher 88 Tage Farmarbeit absolviert haben. Aber nicht auf jeder Farm zählt die Arbeit für das Visum. Voraussetzung dafür ist, dass er beim Government angemeldet ist, eine ABN hat und dir für eine geleisteten Stunden sogenannte Payslips (Lohnabrechnungen) ausstellt. Erst ein Arbeitstag mit über 7 Stunden kann zu den 88 Tagen gezählt werden. Sollte dein Arbeitgeber dir also Arbeit anbieten, sei dir vor Beginn sicher, dass du auch genügend Stunden machen wirst.

Job in Australien
Jessy nach der ersten Schicht auf der Diary-Farm.


Wir hoffen, der Beitrag konnte alle deine Fragen beantworten und dir ein wenig weiterhelfen. Wenn du wissen möchtest, wo wir bisher gearbeitet haben und wie unsere Erfahrungen dazu sind, schau doch mal bei folgenden Beiträgen vorbei.

Kartoffelpacker
Erdbeerpflücker und Messihallen-Putzfee
Schreiner
Arbeit auf einer Diary Farm